KlarNetAut

Auf die Idee, das Asperger-Syndrom (abgekürzt AS) zu haben, wäre ich vermutlich nie gekommen. Und das, obwohl ich ein Psychologie-Studium abgeschlossen habe. Mein Alter liegt übrigens zwischen 20 und 30 Jahren.

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich zufällig einen Artikel über „weiblichen“ Autismus gelesen. Darin habe ich mich sofort wiedererkannt und hatte endlich die Erklärung dafür, warum ich mich mein ganzes Leben lang so anders als alle anderen gefühlt habe. Später sollte ich erfahren, dass Frauen mit Asperger häufig fehldiagnostiziert werden, oder überhaupt keine Autismus-Diagnose bekommen, weil wir uns im Alltag so gut tarnen können. Wir sind perfekte Schauspieler, die in der Außenwelt möglichst wenig Schaden nehmen möchten und es schaffen, ihre Besonderheiten in Wahrnehmung und Kommunikation zu verstecken. Ein weiterer Grund ist, dass sich die Diagnostikkriterien für das Asperger-Syndrom, das 1944 erstmals von Hans Asperger (http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Asperger) beschrieben wurde, an Männern orientieren. Über ein halbes Jahr nach der Selbsterkenntnis/-diagnose folgte die offizielle Diagnose, die in einer Spezialambulanz für Autismus gestellt wurde.

Während des Diagnostik-Prozesses wurde ich immer wieder damit konfrontiert, dass sowohl der Fachwelt, als auch Laien keine, zu wenige oder falsche Informationen über Autismus vorliegen. Dieser Blog soll zur Aufklärung über Autismus beitragen. Ich hoffe, dass Sie, lieber Leser, Folgendes werden sehen können: Dass auch wir, neben viel Herz und Hirn, Freude am Austausch haben und durchaus zur Selbstreflektion fähig sind. Ich hoffe, dass Sie den Blog mit Interesse lesen werden und auch verbreiten möchten, wenn auch Sie ein Stück weit zur Aufklärung über Autismus beitragen wollen.

Ihre KlarNetAut

Kontakt: klarnetaut@gmx.de

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6 Kommentare

  1. Also ich hatte es als Ergotherapeut im Lehrplan, aber nicht so wie ich denke daß es sinnig gewesen seie. Es ging mehr um das Krankheitsbild und die verschiedenen Unterformen an sich. Therapeutisch lernte ich inhaltlich recht viel über die unterschiedlichen Wahnehmungsformen und wie man diese Hpyer- und Hyposensibilitäten erkennt und ggf. behandelt. Dort wo es eigentlich super reinpaßt sprach man aber dann nie von Autismus und es gab nur generell Wahnehmungsgestörte.

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  2. Pingback: Markierungen 02/26/2015 - Snippets

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