Soziale Kontakte und Ich

Ich muss an dieser Stelle einmal etwas los werden. Eine Meinung, ein Empfinden, mit dem ich gesellschaftlich oft auch anecke. Ich möchte hier über soziale Kontakte sprechen und über deren Vor- und Nachteile. Denn es gibt definitiv beides. Und oft ist es für mich eine ganz sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile. Der Grund dafür ist nicht nur meine Gesundheit…

Ich brauche soziale Kontakte!

Das muss ich an erster Stelle klar sagen. Ich brauche soziale Kontakte, ich brauche es geliebt zu werden, ich brauche es lieben zu dürfen und ich brauche genau so Zuspruch, Zuneigung und auch körperliche Nähe, wie die allermeisten Menschen eben auch. Zugegeben, letzteres musste ich erst lernen, aber seitdem ich es kann, ist es ein wichtiger Teil in meinem Leben geworden. Ich brauche das alles ganz unbedingt. Ein Leben vollkommen ohne Liebe, und ohne geliebt werden, ist für mich schier unerträglich. Da könnte ich mich auch gleich unter die Erde legen. Will ich aber nicht. Ich brauche Menschen in meinem Leben! Ich möchte mit ihnen lachen und weinen und ich möchte mich mitteilen, und das auch sie sich mir mitteilen. Ich brauche auch Sex und ich brauche es auch hier und da in einer Gruppe zusammen zu sitzen, gemütlich zu grillen und/oder ein Bierchen zu trinken. Das sind alles wichtige Dinge für mich, aber es gibt eben auch ein, zwei Probleme, die ich so mit sozialen Kontakten habe.

Ich habe da keine Energie für!

Eines meiner Probleme wird wohl fast jeder von euch kennen. Ein Abend in Gesellschaft ist körperlich so anstrengend, wie ein Marathon. Die Aufmerksamkeit, die Konzentration, die ich aufbringen muss, um deren unverständliches Gebrabbel (sry Leute, meine ich nicht böse) in klare Worte zu verwandeln, damit ich überhaupt begreife, wovon die eigentlich sprechen, ist unendlich ermüdend. Ich muss in Windeseile alles Gesagte korrekt einordnen. Dazu muss ich Vergleiche finden, Emotionen einordnen, die Bedeutung dahinter begreifen. Ich muss einfach alles ins, für mich, rechte Licht rücken. All das funktioniert über Vergleiche. So funktioniert eben Empathie und ich bin ja auch gerne empathisch. Mir macht das irgendwo ja auch Spaß, sonst würde ich es nicht immer wieder tun! Ich muss aber in der Regel an ganz anderen Stellen suchen, um das gleiche zu finden, was sie mir da erzählen und dazu muss ich dann auch noch meine eigenen Erlebnisse massiv abstrahieren, abwandeln und wieder in ein Erlebnis setzen, welches mein Gegenüber dann auch begreifen kann. Ich spreche also permanent in Gleichnissen. GOTT! Eine fünfstündige Matheklausur ist dagegen Entspannung für meinen Kopf! Ich mache diese Arbeit gerne. Alles was ich eben sagen möchte, ist, es ist anstrengend. Wirklich, wirklich, wirklich sehr, sehr anstrengend und es wird nicht leichter, je mehr Fallbeispiele ich zu Rate ziehen kann, sondern eher immer komplexer.

Dieses Problem wird oft nicht verstanden, aber an sich durchaus gesellschaftlich akzeptiert. Ich habe da selten das Problem, wenn ich das erkläre und mich mit diesen Worten verabschiede, dass die Leute da irgendwie sauer sind auf mich, oder so. Sie sagen eher so etwas wie Achso, ja sag das doch, das ist doch gar kein Problem, dann treffen wir uns das nächste Mal nur für 2h statt für 4. Ist doch alles cool! Das zweite Problem hingegen, dass ist schon viel schwieriger wertfrei an den Mann zu bringen, darum verschweige ich das in der Regel, aber auch darüber muss ich einfach einmal sprechen.

Das Gespräch entwickelt sich einseitig!

In den allermeisten Unterhaltungen bin ich inhaltlich wirklich unterfordert. Ich habe oben grob umrissen, auf welchem kognitiven Niveau ich agieren muss und meine Mitmenschen können das sehr oft einfach nicht auch leisten. Ich muss in dieser Komplexität denken, ich habe gar keine andere Wahl, denn ich hätte sonst keine Chance, meinen Mitmenschen mehr als nur ein Aha oder Ja, das kenne ich auch zu bieten. Das zieht aber eben auch den Nachteil mit sich, dass ich, sollte ich es mal wagen, einen eigenen Gedanken zu äußern, mich häufig mehrmals massiv herunterbrechen muss, mich mehrmals stark vereinfachen muss, damit ich überhaupt verstanden werde. Dadurch entwickelt sich das Gespräch schnell recht einseitig. Ich verliere enorm die Lust daran, meine eigenen Gedanken zu äußern, die gerade einfach wesentlich für mich sind, während mein Gesprächspartner jetzt so richtig aufblüht, tausend Erkenntnisse gewinnt und mir ein Problem nach dem anderen um die Ohren haut, um mich in diesen Angelegenheiten um Rat zu bitten. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich freue mich darüber. Ich finde das schön, wenn ich helfen kann. Mein Gesprächspartner beteuert mir dann immer wieder, wie wertvoll die Gespräche mit mir sind. Ich bin ja durchaus ein gern gesehener Gesprächspartner. Nur diese Einseitigkeit, die ist einfach ermüdend. Denn wenn ich diejenige bin, zu der alle mit ihren Problemen kommen, weil ich so weise (haha) bin, wo gehe ich denn hin, wenn ich nicht weiter komme? Zu denen, die weiter hinter mir liegen? Die verstehen ja gar nicht, wovon ich spreche.

Das vermischt sich dann zusätzlich noch mit der autistischen Denkweise. Die Arbeit hängt immer an mir und das ist meinen neurotypischen Mitmenschen gar nicht so richtig klar. Ich bin dazu gezwungen, alles so aufzubereiten, damit sie es verstehen, weil sie einfach nicht in der Lage sind, sich auf mich zuzubewegen. Weder vom Intellekt, noch von der autistischen Wahrnehmung her. Und ja, ich gebe das zu, aber in diesem Moment sehe ich auch sehr häufig schlicht keinen Sinn darin, mich meinen Mitmenschen mitzuteilen. Dabei brauche ich das so sehr. Ich möchte genau so wie jeder andere ein qualitatives, gegenseitiges Gespräch führen. Doch fast immer komme ich, aufgrund der vorhandenen Fähigkeiten meiner Mitmenschen, in diese einseitige Lage.

Therapie? Ja? Nein?

Genau das war dann auch die Frage, vor die ich mich gestellt sah, als ich endlich bereit war, an mir zu arbeiten. Suche ich mir jetzt einen Therapeuten? Einen richtig guten, der auch mal versucht, die Arbeit zu leisten, die ich tagtäglich leisten muss? Mal versucht, sich in mich hinein zu versetzen? Ich habe das alles mal durchgespielt. Ich hätte jemanden finden müssen, dann einen Platz bei ihm bekommen müssen, dann hätte ich ihn erst einmal anlernen müssen und dann, erst dann hätte die Therapie angefangen. Alles in allem wäre ich dann in 6 Jahren an der Stelle gewesen, an der ich heute nach 6 Monaten bin. Ich bin daher sehr froh darüber, dass ich die Fähigkeiten besitze, dass selbst machen zu können. Das alleine zeigt ja schon, denn es handelt sich dabei ja um einen Profi, wie erschöpfend das ganze sein muss, wenn da jemand mit noch weniger Ahnung vor mir sitzt. Ich will damit das Ausmaß beschreiben, welchen Dingen ich tagtäglich ausgesetzt bin. Welche Leistung ich da eigentlich tagtäglich vollbringe. Es ist eine ganz außerordentliche Leistung! Ernsthaft!

Und unterm Strich?

Unterm Stich kommt für mich etwas heraus, was viele nicht gerne hören möchten, weil sie sich dadurch persönlich verletzt fühlen. Für mich kommt heraus, dass ich einen enormen Energieverlust zu verzeichnen habe. Mich übermannt Lustlosigkeit und Trauer. Ich werde auf ein Podest gehievt, auf dem ich vollkommen einsam bin. Ich erlebe einfach keine Gemeinsamkeit. Immer nur Einseitigkeit. Ich stecke Tonnen an Energie in die Kommunikation, damit ich alles in den für mich richtigen Kontext setzen kann und übersetze permanent auch wieder zurück. Ich stecke Tonnen an Energie in ein Unterfangen, aus dem ich nichts zurück bekomme. Im Gegenteil. Ich bin der Verlierer der Konversation. Ich verliere nicht nur Energie, Lust und Freude, ich verliere auch Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, das Gefühl von Gleichwertigkeit. Mein Gesprächspartner hingegen gewinnt nur, weil er sich nicht auf mich zu bewegen kann und daher alle Arbeit an mir hängt. Ich fühle mich da auch irgendwie … benutzt …

Ja, ja, ja. Ich soll das nicht aufwiegen und ich darf nichts von einem sozialen Kontakt erwarten, ich weiß, ich weiß. Und dennoch muss ich mir ernstlich die Frage stellen, was ich davon habe, wenn ich auf diese Kontakte verzichte. Täte ich dies, ich würde lesen, lernen, schreiben, einfach kreativ sein und mich entfalten. Kurz gesagt, ich würde mich bilden und entwickeln. Ich würde mein Selbstwertgefühl steigern, mein Selbstbewusstsein, meine Selbstwirksamkeit. Ich wäre voller Freude und Lust und meine Energie würde steigen und steigen. Und daher sage ich, wie es für mich einfach ist:

Ich empfinde soziale Kontakte in den allermeisten Fällen als Klotz am Bein!

Und es macht mich traurig, dass ich so empfinden muss. Ich möchte das nicht. Ich sehne mich danach, konstruktive Freundschaften zu pflegen. Aber das sind sie meistens nicht für mich. Meine konstruktiven Freundschaften pflege ich daher eher mit Büchern. Mit meinen Blöcken und Stiften. Mit den hunderttausend Büroartikeln, die ich sammle, wie eine Irre. Mit meinem Notebook, dass mir so ein treuer Begleiter ist. Ich finde meinen Trost und meinen Fortschritt in der Musik und in der klassischen Literatur. Ich finde meinen Trost und meinen Fortschritt in der Naturwissenschaft. Die verstehen mich. Die sind immer für mich da. Die zeigen mir Perspektiven auf. Denen muss ich mich nicht erklären, die helfen mir einfach. Sie erklären mir alles, was ich wissen will. Kaum sonst einer kann das. Ich wünschte, es wäre nicht so. Ich wünschte, Menschen könnten das für mich sein. Aber sie sind es nicht. Sie sind Klötze am Bein, die mich aufhalten, in meinem Bestreben, mich zu entwickeln. Das wollte ich viel zu lange nicht wahrhaben.

Es ist eben auch gesellschaftlich nicht akzeptiert, so zu fühlen. Wenn ich das ausspreche, dann bin ich arrogant und eingebildet. Ich bin ein Narzisst. Ich halte mich ja für was besseres und bin in mich verliebt. Ich schätze mich ja sowieso vollkommen falsch ein, denn wir wissen ja alle, dass das niemand kann. Weil zu sagen, dass man intelligent ist und diese eigene Intelligenz, im Vergleich mit anderen Menschen, auch deutlich wahrnimmt, dass macht man nicht. Da ist man selbstverliebt. Ganz klar. Und diesem Urteil erlag ich lange Zeit und habe mich so selbst daran gehindert, mich zu entwickeln. Ich habe mich dazu gezwungen, sozial zu sein. Ich habe mich dafür geschämt, intelligent zu sein. Ich habe absichtlich Klausuren verhauen. Und so weiter.

Jetzt akzeptiere ich das. Ich akzeptiere, dass mir Menschen Klötze am Bein sind und sie mich aufhalten. Ich darf das nur eben nicht so sagen. Ich bin also nicht asozial, weil ich ein Arschloch bin. Ich bin asozial, weil ich durch meine Konditionen in eine Rolle gedrängt werde, in der ich nicht sein möchte und weil ich deswegen einen anderen Weg gehe, als meine Mitmenschen. Meine Mitmenschen entwickeln sich über den Kontakt zu Gleichaltrigen. Ich nicht. Das ist okay. Wenn ich euren sozialen oder religiösen Werdegang akzeptieren kann, dann akzeptiert doch bitte auch meinen, über die Naturwissenschaften und die Kunst. Danke vielmals!

Advertisements

7 Kommentare

  1. Hallo Katie, Whow! Danke für Deine Offenheit.
    Ich bin Mutter eines 16 jährigen jungen Mannes mit Asperger – und Du hast mir (glaube ich) gerade zumindest mal „ein Auge geöffnet“, damit ich ihn besser verstehen kann. Ich habe einige Parallelen erkannt – allerdings hat er es nicht so mit den Büchern – dafür mit dem PC (aber nur wenig spielen).

    Was mir gerade beim Lesen eingefallen ist – Achtung hier kommt mein Helfersyndrom oder meine Gabe zu Wort (nicht weiterlesen, wenn Du Tipps satt hast):
    Wie wäre es mit gemeinsamen Aktivitäten, bei denen man nicht unbedingt dauernd mit dem Anderen reden muss?
    Wie wäre es zum Beispiel mit Tanzen? Standard und Latein – kein Discohops. Ich habe es auch nicht so mit dem Small Talk – hatte durch unseren Firmeninternen Tanzkurs aber schon über 100 meiner Arbeitskollegen im Arm.
    Im letzten Urlaub habe ich mich eine Truppe Vogelbeobachter angeschlossen. Sehr schweigsam – bis einer was entdeckte – kurze Info und dann wieder schweigen. Sehr angenehm.
    Außerdem habe ich selber schon mal überlegt, zu einer „Kuschelgruppe“ zu gehen. Körperkontakt ohne sozialem „Muss“.

    Alles Liebe für Dich

    Gefällt mir

  2. Danke für diesen Text! Du schreibst mir aus der Seele. Alleine die Tatsache, dass die Anstrengungen im Umgang mit NTs bei eben diesen den Reflex auslösen, dass es ja gar nicht so anstrengend sein kann, wenn man in der Lage ist, sich im normalen sozialen Kontext zu bewegen. Wenn man durchaus emphatisch ist, vielfach sogar emphatischer als viele NTs, nur mit dem Unterschied nicht mit zu leiden sondern, auch Lösungen parat zu haben oder die richtigen Fragen zu stellen, oder ein passendes Modell (weil der Fundus riesengroß ist) zu liefern das den Betreffenden weiterbringen kann, dann müsste es doch auch möglich sein, dies immer zu können. Genau das tut es eben nicht. Und genau damit stoße ich in meinem Umfeld auf sehr viel Unverständnis. Noch dazu arbeite ich im Sozialbereich, zum Glück als freie Dienstnehmerin und ich kann mir die Arbeitszeit gut einteilen. Dennoch, wenn ich arbeite, muss ich aus „Energiespargründen“ auf mein Privatleben verzichten und wenn ich ein-zwei Tage mein Privatleben forciere, was mich emotional noch mehr herausfordert, kann ich danach oft tagelang nicht arbeiten und muss meine Termine verschieben. Ich ertrage dann keine Klienten mehr. Ich hatte immer ein großes Interesse an den Menschen, ich wollte immer wissen, wie ticken die denn eigentlich, deshalb auch mein Beruf in diesem Bereich. Leider stelle ich auch fest, dass mich diese Arbeit immer mehr anstrengt. Ich merke, dass ich mich mit meinen eigenen Problemen immer weniger auseinandersetzen kann, weil mir die Kraft dafür fehlt. Dass immer mehr administrative Arbeit liegen bleibt, die dringend erledigt gehört und ich nicht mehr weiß wie ich das alles bewältigen soll, obwohl ich diesbezüglich andere Menschen im Zuge meiner Arbeit unterstütze. Es ist total absurd, dass ich bei meinen Klienten in der Lage bin sie dazu zu bringen eine Tätigkeit zu initiieren, aber es bei mir nicht mehr schaffe, obwohl ich meine Aufträge schon um die Hälfte reduziert habe bzw. keine neuen mehr dazu nehme. Ich schaffe es seit mehr als einem Jahr nicht, meine Freundin, die mir seit über zwanzig Jahren die Treue hält, anzurufen um ihr zu sagen, dass es mich noch gibt, obwohl sie mir in regelmäßigen Abständen auf die Mailbox spricht und sich nach mir erkundigt. Ich bin nahe daran alles aufzugeben, weil ich erkannt habe, dass je mehr man sich anstrengt, desto weniger Verständnis einem von der Umwelt für diese Anstrengungen entgegengebracht wird. Im Gegenteil, da heißt es dann, „na hör mal, du hast ja schon so viel Routine, das kann doch nicht so anstrengend sein, da läuft ja schon der Autopilot!“ Ich hab leider keinen Autopiloten, das können andere Menschen scheinbar nicht nachvollziehen. Ich tue nichts automatisch. Jeder Schritt, jedes Wort, jede Mimik und jede Geste ist von mir gemacht und wird auch gedacht. Derzeit scheint es mir eher so zu sein, dass ich durch meine Anpassungsleistung an einem Punkt angelangt bin, der mir das neuerliche Anpassen erst recht erschwert. Meine „Menschenaufnahmekapazität“, vor allem auch im privaten Bereich, ist derzeit völlig erschöpft. Ich muss auf die Bremse steigen und weiß, dass ich mir damit wieder das Unverständnis der NTs einhandeln werde.

    Gefällt mir

  3. Ich finde es völlig legitim, ein Leben weitgehend ohne Menschen oder all den Sozialkram anzustreben, wenn es ein mehr an Freude und Energie bedeutet. Das ist es, wovon ich manchmal heimlich träume wie ich im Alter mal leben will. Ganz alleine, selbstversorgend und meinen Spaß hab ich dann wenn ich mir beim denken zugucke. Ich finde virtuelle Sozialkontakte deutlich einfacher und manche von ihnen sind 1000x tiefgängiger und ehrlicher als die realen. Das ist inzwischen eine nette Alternative geworden zwischen dem Wunsch nach Austausch und dem Hindernis der energiefressenden Realkontakte.
    Das einzige was dann fehlt ist vielleicht eine gewisse körperliche Nähe, aber was ist schon perfekt?
    Ich finde, du bist auf einem großartig gutem und absolut zu dir passenden Weg und alles was sich gut anfühlt ist dann auch richtig. Also behalt deine Energien bei dir, statt sie dir klauen zu lassen.

    Gefällt 5 Personen

  4. kenne es auch so ähnlich. wobei ich lange zeit nicht wusste, dass ich anders bin. und viele freundschaften und bekanntschaften auseinandergingen, weil ich quasi unsinn redete, und nicht verstand, wie man sich artikuliert.

    ich hab auch das bedürfnis nach nähe und freundschaft, aber wenn sie dann da sind. dann fehlt mir die möglichkeit nach rückzug. bzw. freue ich mich – fieserweise – darauf, wenn ich wieder alleine bin.

    Gefällt 1 Person

  5. Vielen dank für den text..gerade was diesen intellektuellen abgrund zwischen einem auisten und gespächspartnern angeht.. da hapert es nicht nur an der synchronisation der tiefe der themen, sondern auch am hintergrundwissen, an der (logischen und objektiven) herangehensweise, und an den motiven übrrhaupt ein gespräch zu führen.. mein motiv wäre dann wohl das fachsimpeln oder weiterbilden (außer ich trinke mich „stumpf“ damit ich die nachteile, die diese „intelligente abgeschottenheit“ mit sich bringt, ertrage und endlich nicht mehr einsam bin) und die motive meines gegenübers sind einfach nur das reden an sich ohne dass der inhalt überhaupt wichtig wäre… wie oft im leben hatte ich das schon, etwas zu fühlen oder zu wissen was man so gerne teilen würde, aber es geht einfach nicht, weil die leute um einen rum entweder zu doof sind oder zuwenig einfühlungsvermögen haben selbst wenn ich meine ausschweifendsten wortkünste einsetze, ich bleib zurück und muss mich auch noch erklären, dabei ist das erklären sowohl verbal als auch schriftlich so immens anstrengend, aber ich muss es trotzdem immer wieder tun, weil dieser drang verstanden werden zu wollen, mal feedback zu bekommen von jemandem der auf meinet geistigen welle mitschwimmt…. dein text tut es, hätte ich ihn so geschrieben hätte ich mich wohl emotional darin verfangen dass mich die tatsachen, die du erwähnst, wütend und traurig machen, und bewirken dass ich mich tatsächlich aus trotz, weil keiner in dem maße diese gedanklichen und mentalen anstrengungen unternimmt wie ich sie auch auf mich nehmen muss, die menschem um mich rum mittlerweile schon verachte, keine neuen kennen lernen will, weil sie (empathisch wie sie ja angeblich sind) mich gleich a,s narzisst oder arrogant bezeichnen… eigentlich behauptete ich nämlich nicht intelligenter zu sein sondern einfach nur anders, aber da die meisten meine anstrengungen nicht wahrhaben wollen und der erste eindruck und daraus resultierende vorurteile ja mit empathie verwechselt werden kann ich mittlerweile auch nicht mehr anders…

    Gefällt 4 Personen

Bitte Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s