Mild? Scharf? Von leichtem und schwerem Autismus

Nur, weil man uns den Autismus nicht oder kaum ansieht bedeutet es nicht, dass er uns nicht behindert.

butterblumenland

Man hört es immer wieder: Asperger-Autisten seien ja „nur leicht betroffen“ und frühkindliche Autisten sind „schwere“ Fälle. Oder auch (wie heute wieder auf Twitter) Asperger-Autismus sei ja eine „milde“ Form. In einer Facebookgruppe zum Thema Autismus wurde mir vor ein paar Wochen sogar gesagt, dass ich ja gar nicht beurteilen könne, wie es sei mit „schweren“ Autisten zusammenzuleben, weil Paul ja wohl nur ein „leichter“ Fall sei. Ich versuche mal, meine Gedanken dazu in Worte zu fassen.

Dass Paul irgendwie anders ist war schon sehr früh sichtbar. Ich kann heute aus ganzem Herzen bestätigen, dass Autismus wirklich angeboren ist. Schon vor dem eigentlich errechneten Geburtstermin zeigten sich bei Paul Verhaltensweisen, die ihm auf der Neo-Intensiv den Spitznamen „kleiner Dickkopf“ einbrachten und die ich mit meinem heutigen Wissen als autistisch einordnen würde. Das aktive Vermeiden von Körperkontakt gehört zum Beispiel dazu. In den ersten Lebensjahren wurden die Anzeichen immer deutlicher und…

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