Psychotherapie-Ausbildung in progress

Ein paar Zeilen dazu, wie es mir in der Ausbildung zur Psychotherapeutin ergeht (eigentlich wusste ich gar nicht, was ich schreiben will – ein paar Zeilen sind es jetzt doch geworden, das freut mich sehr).

Die Arbeit mit den PatientInnen steht noch aus. Darauf freue ich mich einerseits, weil ich mir sicher bin, dass ich Spaß an dieser Arbeit haben werde. Andererseit bin ich ganz besonders gespannt, wie und ob diese funktionieren wird und wie sehr mich das Ganze auslaugt. Man hat mich schon darauf vorbereitet, dass die PatientInnen eher schwierig sind. Die Arbeitszeiten und das zeitliche Arbeitspensum über die klinische Arbeit hinaus werden sehr hart sein. Finanziell bleibt es, abgesehen von den Ausbildungskosten, sehr schwierig, weil (wieder mal) ein Umzug mit (natürlich) Kaution und Anschaffungen bevorsteht.                                                                                                                                                             Mein Crowdfunding dazu läuft noch neun Tage, 30% des Zielbeitrags sind erreicht (ganz großen Dank an meine bisherigen UnterstützerInnen!!!). Hier ist der Link zum Blogbeitrag über die Ausbildung mit dem noch aktiven leetchi-Crowdfundinglink http://wp.me/p5NL8S-df.

Es gibt aber auch viel Positives zum theoretischen Teil der Ausbildung zu berichten (das bezieht sich jedoch weniger auf die bisher vermittelten Inhalte). Man mag es kaum glauben, aber bisher bin ich keine Außenseiterin im Jahrgang. In weiser Voraussicht, dass ich alleine bleiben würde, wenn ich aktiv nichts unternehme, habe ich von Anfang an im Kurs Ausschau nach Menschen gehalten, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin (das war tatsächlich bei einer Person der Fall, die auf den ersten und zweiten Blick eher dem „Außenseiter-Klischee“ entsprach). Dadurch, dass ich einer Arbeitsgruppe zugeteilt wurde, lernte ich auch andere TeilnehmerInnen etwas besser kennen und kann mich mittlerweile mit ihnen austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Eigentlich habe ich immer jemanden zum Reden oder die Mittagspausen zu verbringen, wenn ich möchte (und werde auch von den anderen gefragt, wo ich denn meine Pause verbringen werde – eine neue Erfahrung :)).

Inhaltlich hoffe ich, dass mir noch therapeutisches Handwerkszeug vermittelt wird (das war bisher noch nicht in dem Maße der Fall, wie es für die Patientenarbeit hilfreich wäre). Im Zweifelsfall kann man sich immer noch viel anlesen (da bin ich auch schon von Anfang an fleißig dabei) und dann heißt es „ins kalte Wasser geschmissen werden“ und „learning by doing“. Sie dürfen mir gerne weiterhin die Daumen drücken, dass das alles gut klappt :).

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Aus{beutung}bildung, oder was ich jetzt eigentlich mache und warum ich Ihre Hilfe brauche

Mein letzter Blogeintrag und  dieser Link (https://www.leetchi.com/c/soziales-von-klari-n) brauchen eine Erklärung.

Sie wissen ja gar nicht wirklich, was bei mir seit diesen Sätzen „Der „Bewerbungszirkus“ ist in meinem Fall noch nicht abgeschlossen. Sie können mir sehr gerne für noch offene Bewerbungen die Daumen drücken und auch für Bewerbungsgespräche, die hoffentlich noch kommen werden.“ aus dem Beitrag vom 24.05.16 passiert ist.

Ich befinde mich in einer Weiterbildung zur Psychotherapeutin. Diese Weiterbildung kostet 10. – 20.000 Euro und bis zur Hälfte der Weiterbildung (diese Hälfte muss ich momentan irgendwie hinter mich bringen) verdient man so gut wie nichts. Man muss selbst sehen, wie man über die Runden kommt. Viele können durch die Eltern unterstützt werden. Einige greifen auf Erspartes zurück. Beides trifft auf mich nicht zu – ich habe keine Ersparnisse und kann nicht auf eine Unterstützung durch meine Eltern hoffen, die selbst nichts haben.

Ich habe mich im Vorfeld an verschiedenen Stellen erkundigt, mir stehen keine finanziellen Hilfen (wie BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe und was es noch alles gibt) zu. Gar. Nichts.

Auch ein Nebenjob neben der Weiterbildung und der damit verbundenen Tätigkeit in einer Klinik ist einfach nicht möglich. Vom Energielevel her verlangt mir die Ausbildung alles ab und mir als Autistin steht einfach weniger Energie zur Verfügung als anderen WeiterbildungsteilnehmerInnen, die vielleicht 60 Stunden die Woche arbeiten können und nicht zusammenklappen. Mal abgesehen davon, dass es fast unmöglich sein dürfte, so einen Nebenjob zu finden.

Diese Zeit wird vorbeigehen und dann geht es wieder bergauf. Bis dahin hoffe ich weiterhin auf die Unterstützung von lieben Menschen und bedanke mich fürs Lesen und Teilen dieses Blogbeitrags. Offene Fragen zur Weiterbildung beantworte ich sehr gerne.

Ich entschuldige mich für diesen Aufruf als Offtopic in unserem Blog. Der Aufruf hat keinen direkten Zusammenhang zum Thema „Autismus“, musste jetzt aber sein ;).