Wer wir sind

Ich bin Melanie Alexa Thrandorf, 48 Jahre alt oder jung (wie man es sieht), Diagnose F84.5 mit 39 Jahren. So rein von außen betrachtet bin ich ein wahres Aus-bund an frischester „Unbehindertheit“ …alles normal. Normal groß, Normalgewicht, relativ jugendliches Aussehen (und das, obwohl ich „nie ein Kind von Traurigkeit war“ und mein halbes Leben lang ziemlichen Raubbau an meiner Gesundheit betrieben habe), und ne Lesebrille hab ich auch erst seit ein paar Jahren. Und dabei werde ich bald 50. Und trotzdem stand Eines seit meiner frühesten Kindheit fest: Irgendwas lief bei mir völlig anders als bei allen anderen um mich herum. Und das merkte nicht nur ich, sondern auch sämtliche Menschen, die mit mir zu tun hatten. Mein Vater, der immer ein Mann von klaren Worten war, sprach seine erste „Verdachts- Diagnose“ bereits aus, als ich noch im zarten Kindesalter war. Eines Tages sagte er schlicht und ergreifend: “Bei dir stimmt was nicht im Kopf!“ Allerdings hatte er damals noch keine Ahnung, wie Recht er damit hatte- zumindest aus neurotypischer („normaler“) Sicht. Und ich auch nicht. Denn ich bin mit „Baujahr 1966“ zu einer Zeit aufgewachsen, zu der die Autismusforschung noch in den Kinderschuhen steckte und meine Eltern wären schon allein aus Scham niemals mit mir zum Psychiater oder Psychologen gegangen. Nachdem zuhause keiner mehr mit mir klar kam, wurde ich ins Internat verfrachtet, wo dann auch kurz vor meinem 16. Geburtstag meine „Diagnose- Laufbahn“ begann. Diagnostiziert wurde im Laufe der kommenden Jahre so alles Mögliche- immer getreu des Wissensstandes der praktizierenden Experten- angefangen mit BLPS =Borderline- Persönlchkeitsstörung über bipolare Persönlichkeitsstörung (MD), anarkastische Persönlichkeitsstörung (zwanghaft) bis hin zu ADHS. Aber erst mit 39 Jahren habe ich des Rätsels Lösung bekommen- das fehlende Puzzleteil sozusagen, nach dem ich das ganze Leben gesucht habe. Die Diagnose hat mir endlich die Möglichkeit gegeben, mich selbst zu verstehen und somit eine andere Art der Bekanntschaft mit mir selbst zu machen. Der Weg dorthin war eine einzige Odyssee- eine katastrophale Achterbahnfahrt durch ein ziemlich verkorkstes Leben, in dem ich mich nahezu an jedem einzelnen Tag gefragt habe, was mit mir wohl nicht stimmt und meinen Teil dazu beigetragen habe, dass es der Pharma- Industrie gut geht. Niemals habe ich mich wirklich in einer der Diagnosen völlig wiedergefunden und habe mich von daher fast 40 Jahre lang unvollständig gefühlt. So gesehen ist die Diagnose F84.5 für mich ein Segen- obwohl es natürlich auch Tage gibt, an denen ich schon Ohrenkrebs bekomme, wenn ich nur das Wort ASPERGER höre. Ich bin biologische Mutter von 2 neurotypischen Töchtern ( 27 und 18 Jahre, die Jüngere mit ADHS), die es jeweils 14 Jahre bei mir ausgehalten und dann das Weite gesucht haben. Ich hatte 2 Ehen, heute bin ich allein lebend mit 5 Katzen und einem Hund, die für mich meine Familie sind. Von Beruf bin ich Altenpflegerin – jedoch bin ich nach einer schweren Bauch-OP seit Mai 2014 krankgeschrieben. Außerdem bin ich aufgrund von AS, diversen Persönlichkeitsstörungen als Komorbiditäten (MD, Zwangsstörungen, Alexithymie sowie Somatisierungsstörungen, motorischen und vokalen Tic- Störungen und Fibromyalgie) schwerbehindert. Zu meinen SI (Spezialinteressen) gehören Schreiben (ich schreibe unter anderem auch unter Emma Lexa- ein Pseudonym, das sich aus meinen beiden Vornamen M(elanie) und ALEXA zusammensetzt) , ferner Literatur und Dichtung (Schwerpunkt Hermann Hesse), sowie Weltgeschichte, Philosophie, Mythologie, gotische Baukunst, Psychologie, Psychiatrie und natürlich besonders alles, was mit dem Thema Asperger zu tun hat. Außerdem beschäftige ich mich noch mit kreativem Gestalten und male ein bisschen. Ich wünsche mir, dass wir mit diesem Blog viele Menschen erreichen, ein wenig zur Aufklärung beitragen und einen Einblick in die vielen unterschiedlichen Facetten, die das Autismus- Spektrum in sich trägt, geben können.

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Herzlich willkommen

Literatur

-„Aspergirls“ von Rudy Simone http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-407-85946-4.pdf

-„Schattenspringer“ 1 und 2 von Daniela Schreiter

Bücher von:

-Tony Attwood

-Temple Grandin

-Tania Marshall

Anderes Wichtiges

-ADHS und Autismus Medikation Kinder http://www.kjp-roesrath.de/pdf/autismusundadhs.pdf

-ADHS als Erwachsener http://www.sebastian-bartoschek.de/cms/topics/die-sache-mit-dem-adhs.php

-Adressen Autismus-Diagnostik: http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic44453-0-asc-0.html

-Autismus kindgerecht (Clip zum Buch): https://www.youtube.com/watch?v=Vc8m9YvDZz8

-Löffeltheorie: http://lupus-austria.jimdo.com/leben-mit-lupus/umgang-mit-der-krankheit/l%C3%B6ffeltheorie/

-Sensorische Überlastung Medienprojekt: https://vimeo.com/52193530

-Themenschmuck und Accessoires: http://awarenessdesign.blogspot.de/

-Umgang mit sensorischer Überlastung (auf englisch, nach rechts klicken): http://recovery-  community.tumblr.com/post/88654102707/sensory-overload-and-how-to-cope-click-on

-Vorsicht: Therapieform ABA: http://auties.net/aba

-Was ist das „autistische Sein“? https://meerigelstern.wordpress.com/2013/06/08/prolog/