Über Exekutive Dysfunktion beim Asperger Syndrom

Es geht um die Schwierigkeit, Dinge anzufangen, und/oder aufrechtzuerhalten, und/oder zu beenden. Bei mir ist es hauptsächlich das Anfangen. Und wenn ich etwas mache (z.B. Staubsaugen) habe ich das Gefühl, viel länger dafür zu brauchen als andere und danach viel erschöpfter zu sein.

Das tägliche nicht-mit-dem-Weiterschreiben-der-Abschlussarbeit-anfangen-Können endete in einer Depression. Ich habe es trotzdem geschafft, zu schreiben und die Arbeit abzugeben,indem ich mir gesagt habe, dass Bestehen das Wichtigste wäre und die Note zweitrangig. Außerdem habe ich mir zugestanden, allein schon das Schreiben von ein paar Sätzen als einen großen Fortschritt anzusehen (siehe Video: kleine Schritte). Wenn ich früher endlich mit dem Lernen für eine Prüfung -viel zu spät- angefangen habe, konnte ich allerdings nicht mehr aufhören und habe 2-3 Tage durchgelernt, ohne Hunger/Durst zu spüren. Einen Alarm, um das Anfangen einer Tätigkeit zu initiieren, wie im Video vorgeschlagen, finde ich sehr sinnvoll und werde es ausprobieren.

https://neuroqueer.wordpress.com/2015/12/16/exekutive-dysfunktion-oder-warum-kriege-ich-nichts-hin/